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Kloster

Klosterkirche St. Marien Kemnade

Kloster · Weserbergland
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  • Klosterkirche Kemnade
    / Klosterkirche Kemnade
    Foto: Münchhausenstadt Bodenwerder
  • / Das Klostergebäude an der Klosterkirche Kemnade
    Foto: Münchhausenstadt Bodenwerder
Das Kloster wurde als Nonnenkloster „Caminata“ zu  Zeiten des Kaisers Otto dem Großen um 960 gegründet.

„Caminata“ ist aus dem lateinischen abgeleitet und bedeutet übersetzt „Kamin“ oder „mit einem Kamin heizbarer Raum“. Die Bevölkerung verformte das ursprüngliche lateinische Wort und nannte den Ort „Kemnata“, woraus sich der heutige Ortsname Kemnade ergibt.
Die dazugehörige im romanischen Baustil errichtete Klosterkirche wurde erst Jahre später erbaut und schließlich 1046 von Bischof Bruno v. Minden geweiht. Sie galt als Wallfahrtskirche und wurde jährlich von Tausenden besucht.
Das Kloster wurde zu einem Mönchskloster und blieb es bis 1169. Danach stand es 25 Jahre lang leer, bis 1194 wieder Nonnen einzogen. 1542 wurde das Nonnenkloster aufgehoben. Kurz nach der Reformation wurde das Kloster an Corvey zurückgegeben. Zwischen 1678 und 1697 kam es immer wieder zu Streitigkeiten um das Eigentumsrecht des Klosters. Erst 1777 wurde das Kloster an die Domäne Wickensen übergeben und Corvey erhielt eine Entschädigung. Später wurde der Klosterhof mit Gebäuden, Gärten, Ackerland, Wiesen und Schäferei an den Grafen von der Schulenburg aus Hehlen verkauft. Ein Teil des Klostergebäudes kaufte die Gemeinde Kemnade im Jahr 1870.
Bei dem jetzigen Bauwerk handelt es sich nur noch um ein Fragment, da der Westturm und ein Teil des Langhauses abgetragen wurden. Vermutlich sind Beschädigungen während des 30-jährigen Krieges hierfür verantwortlich. Erst 1899 wurde der neue Kirchturm errichtet. 1905 folgte der massive Rundturm, der an der Westwand angebaut ist. Bis 1836 fanden in der Kirche Beisetzungen statt. Hier ist auch der berühmteste Sohn der Stadt, Hieronymus v. Münchhausen, in dem Familiengrab der Münchhausens  beigesetzt. Eine Gedenktafel vor dem Altar erinnert an den großen Fabulierer.

Öffnungszeiten

  • Die Saison mit regelmäßigen Öffnungszeiten ist von April bis Oktober.
  • Gottesdienste und Konzerte finden auch außerhalb der Saison regelmäßig statt.
  • Führungen für Gruppen können unter der genannten E-Mail-Adresse oder telefonisch im Pfarrbüro angemeldet werden.

Koordinaten

DD
51.983608, 9.515131
GMS
51°59'01.0"N 9°30'54.5"E
UTM
32U 535376 5759340
w3w 
///schwämme.gaumenfreude.auffassen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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