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  • Welfenschloss Hann. Münden
    Welfenschloss Hann. Münden Foto: Hann. Münden Marketing GmbH

Regentin des Fürstentums Calenberg-Göttingen

Herzogin Elisabeth

Welfenschloss Hann. Münden
Welfenschloss Hann. Münden

Herzogin Elisabeth wurde am 24. August 1510 als Tochter des Kurfürsten von Brandenburg-Hohenzollern, Joachim I., und dessen Frau geboren.

Im Alter von 15 Jahren wurde sie mit dem 40 Jahre älteren Herzog von Braunschweig-Lüneburg, Erich I., verheiratet, mit dem sie ins Welfen­schloss, dem Residenzsitz in Münden, zog. Aus ihrer Ehe gingen ein Sohn sowie drei Töchter hervor.

Obwohl Elisabeth der Reformation zunächst skeptisch gegenüberstand, bekannte sie sich nach einem Zusammentreffen mit Martin Luther zu dem neuen Glauben. Nach dem Tod ihres Mannes übernahm sie die Regierungsgeschäfte für ihren erst zwölf Jahre alten Sohn und führte während dieser Zeit die Reformation im Fürstentum Calenberg-Göttingen ein. Darüber hinaus setzte sie sich für die Bildung ein und gründete in Münden eine Mädchenschule, was für die damalige Zeit revolutionär war. Auf dem Welfenschloss wurden die Armen trotz schlechter Finanzen stets mit dem Nötigsten versorgt und zusammen mit dem Rat der Stadt übernahm Elisabeth die Verwaltung des am Fuße der Werrabrücke gelegenen Hospitals St. Spiritus.

Mit dem Erreichen der Volljährigkeit übernahm ihr Sohn Erich II. 1546 die Regierungsgeschäfte. Anhand eines eigens verfassten Regierungshandbuches versuchte Elisabeth ihren Sohn zu leiten. Erich II. wandte sich jedoch wieder dem Katholizismus zu und versuchte vergebens gegen den Protestantismus in der Region anzukämpfen. Elisabeth, die kurz nach der Abgabe ihrer Regentschaft den Grafen Poppo XII. zu Henneberg geheiratet hatte, wurde 1553 von Herzog Heinrich, der in Wolfenbüttel regierte, aus Münden vertrieben und starb 1558 in Ilmenau.

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