Aschenputtel - Das Mädchen von Burg Polle

Die junge Tochter eines reichen Kaufmannes wuchs in gutem Hause auf. Als ihre Mutter starb heiratet ihr Vater eine Witwe, die zwei Töchter mit ins Haus brachte. Stiefmutter und Stiefschwestern taten alles dafür, dem Mädchen das Leben schwer zu machen. Weil es nicht nur gröbste Schmutzarbeit leisten, sondern fortan auch in der Asche neben dem Herd schlafen musste, wurde das Mädchen Aschenputtel genannt.

Einmal fuhr der Vater zu einer fernen Messe, und jedes Mädchen durfte sich ein Mitbringsel wünschen. Während die Stiefschwestern schöne Kleider, Perlen und Edelsteine verlangten, wünschte sich Aschenputtel nur einen kleinen Zweig Haselreis. Diesen Haselreis pflanzte Aschenputtel auf das Grab der Mutter, und er wuchs zu einem schönen Baum heran, dem Aschenputtel ihr Leid klagen konnte. Wenn Aschenputtel dort weinte und betete, erschien auf dem Bäumchen ein weißer Vogel, der ihr manchen Wunsch erfüllte. Der König des Landes ließ bald darauf auf seinem Schloss ein dreitägiges Fest ausrichten, zu dem alle Jungfrauen des Landes eingeladen wurden. Sein Sohn sollte sich eine Gemahlin auswählen. Die Stiefmutter und die eitlen Stiefschwestern wollten nicht, dass Aschenputtel auch an dem Fest teilnimmt, obwohl sie darum bat.

Die böse Stiefmutter gab ihr stattdessen auf, Linsen aus der Asche zu lesen. Dies gelang Aschenputtel mit Hilfe der von ihr herbeigerufenen Tauben: "... die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!" Trotz des Lösens der gestellten Aufgabe verweigerte ihr die Stiefmutter weiterhin die Teilnahme am Ball und zog mit ihren leiblichen Töchtern allein los. Aschenputtel aber eilte zum Grab der Mutter und wünschte sich am Fest teilnehmen zu können. Wieder war es der weiße Vogel, der Aschenputtel ein prächtiges Kleid mit Seide und schöne, mit prächtigem Silber bestickte Pantoffeln hinunterwarf. Aschenputtel legte diese Kleidung an, lief zum Fest und mischte sich unerkannt unter die Gäste. Der Königssohn verliebte sich in das Mädchen und wollte wissen, wer diese schöne Unbekannte war - doch zweimal gelang es Aschenputtel, ihm zu entkommen. Beim dritten Mal verlor sie einen ihrer goldenen Pantoffeln auf der Schlosstreppe, und der Verliebte ließ nach der Jungfrau suchen, der dieser Pantoffel passte, damit er sie als Braut heimführen konnte.

Der Königssohn suchte auch im Haus des Vaters. Die beiden Stiefschwestern versuchten vergebens, den zierlichen Schuh über ihre Füße zu ziehen und verstümmelten sogar ihre Füße um in den Schuh zu passen. Beim Vorbeiritt am Grab wurde der Betrug jedoch beide Male durch zwei Tauben vom Haselbäumchen aufgedeckt: "Rucke di gu, rucke di gu, Blut ist im Schuch! Der Schuch ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim." Zu guter Letzt erkannte der Prinz dann Aschenputtel als die einzige, der der Schuh wirklich passte und heiratete sie.

Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie vielleicht noch heute auf Burg Polle...

Das Märchen vom Aschenputtel wird an jedem dritten Sonntag von Mai bis September um 14:15 Uhr in der Burg Polle als Aschenputtelspiel aufgeführt und ist zu einem festen Bestandteil des Jahresprogramms geworden.

Die Aufführung dauert ca. 30 Minuten und ist eine Kurzfassung des Märchens. Es wechseln sich dabei Spielszenen und Erzählungen ab. Die Großmutter oder Märchenoma liest einige Passagen des Märchens vor und einige Szenen werden gespielt. Neben Aschenputtel, den Stiefschwestern, Vater, Hofmeister und Prinz gehören auch Tauben zu den Mitwirkenden. Die Aufführung ist für die Besucher kostenfrei.

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